Archiv der Kategorie: Rassismus u. Rechtsextremismus

März: Wanderausstellung Gemeinsam gegen Rechts – Extremismus

Wanderausstellung des niedersächsischen Verfassungsschutzes - Gemeinsam gegen Rechts - Extremismus

Wanderausstellung des niedersächsischen Verfassungsschutzes – Gemeinsam gegen Rechts – Extremismus

Was ist Faschismus?

Faschismus ist eine weit verbreitete Ideologie, welches überall auf der Welt auf unterschiedliche Weise auftreten kann. In Europa zählen wir den Faschismus zum Rechtsextremismus. Aus dieser Ideologie sind rechtsgerichtet Systeme, Herrschaftsformen und Terrorgruppen entstanden. Der Faschismus hat den Nationalsozialismus entfacht, das Führerprinzip ins Leben gerufen, bekämpft Demokratien, Sozialismus und Liberalismus, schürt den Hass der Massen auf Minderheiten wie Kommunisten, Intelektuelle, Schwarze, Gastarbeiter, Asylanten, Sinti und Roma sowie Juden. Aus diesem Hass entsteht der Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit bzw. Rassismus. In meinem Bericht werde ich mich jedoch hauptsächlich mit dem Thema Faschismus auseinandersetzen.

Faschismus (lateinisch) ist eine Herrschaftsform die hauptsächlich im 20. Jahrhundert in vielen Ländern Europas zu finden war. Faschistische Systeme waren Diktaturen, die gegen den demokratischen Grundgedanken sind. Ursprünglich kommt der rechtsgesinnte Faschismus aus Italien in der Herrschaft von Benito Mussolini, der von 1922 bis 1943 herrschte. Es gab nur eine politische Partei, denn andere Parteien wurden verboten. Diese Partei übte massiven Terror gegen Andersdenkende aus. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit gab es im Faschismus nicht. Gegner des Faschismus wurden eingesperrt, gefoltert und umgebracht. Die bekanntesten faschistischen Diktaturen waren die Diktaturen in Italien, Portugal, Österreich, Spanien, Ungarn oder Kroatien. Doch die bekannteste Faschistische Zeit war die in Deutschland. Der Nationalsozialismus unter Hitler wird als die brutalste Form des Faschismus angesehen. In dieser Zeit wurden systematisch Millionen von Menschen in Konzentrationslagern festgehalten und umgebracht. Die Anhänger des Faschismus nennen sich Faschisten und haben als Symbol das Rutenbündel.

Da ich mich mit dem Thema „Faschismus“ auseinander gesetzt habe. Bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass dieser auch heute noch eine Bedrohung für die Demokratie darstellt, wie viele Kritiker es auch behaupten. Meine persönliche Meinung beruht darauf, dass die Zeit während des zweiten Weltkriegs nie wieder Revue passieren darf. Da Deutschland vor dem zweiten Weltkrieg und auch heute wieder nicht nur Heimat für Deutsche sondern auch für Ausländische Mitmenschen und Andersgläubige ist. Schon unter “dem alten Fritz“ war Deutschland ein Zufluchtsort für Vertriebene.

Jeder soll nach seiner Façon selig werden

Spricht sehr für unsere international gewachsene Gesellschaft.

Zitat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/J#Jeder_soll_nach_seiner_Fa.C3.A7on_selig_werden

Der Rechtsextremis wurde verkannt…

Die Machenschaften und das radikal-militante Vorgehen der „Rechten Szene“ wurde in den letzten Jahren verkannt. Täglich erreichen uns Berichte vom vorgehen dieser in Deutschland agierenden rechten Terrorzelle, was keiner für möglich hielt. Das Entsetzen ist groß.

Viele Menschen der heutigen Gesellschaft haben geglaubt, dass mit dem Ende des Naziregimes, unter der Führung von Adolf Hitler, ein für alle mal Ruhe auf dem politischen Boden eingekehrt sei. Zudem scheinen viele Menschen anzunehmen, dass Formen des Extremismus, sowie der Rechts- aber auch Linksextremismus gar nicht mehr existieren. Extremismus ist weit verbreitet. Extremismus ist nicht zu stoppen. Und wir dachten, Extremismus sei Geschichte.

Heutzutage gibt es zahlreiche Extremisten, die für ihre verschiedenen politischen Ansichten, auch bereit sind, zur Waffen zu greifen. Unter solchen Vorgehensweisen, leiden bei Demonstrationen, die normalerweise friedlich ablaufen sollten, unbeteiligte Passanten oder teilnehmende Demonstranten. Wer möchte schon gerne einen Backstein an den Kopf bekommen.

Doch in diesem Text möchte ich den Rechtsterrorismus/ Rechtsextremismus näher bringen, und aufzeigen, zu welchen grausamen Taten Untergrundgruppen der Rechten fähig sind. Bisweilen glaubten wir, dass Sie hin und wieder ihre angemeldeten Aufmärsche machen….

Immer wieder tauchen Meldungen in den Nachrichten auf, die in der Bevölkerung wie auch bei internationalen Beobachtern für Aufsehen sorgen. Ein Beispiel dafür, jener der Zwickauer Terrorgruppe, die erstmals 1998 auftauchten. Seitdem sollen zehn skrupellose Morde auf deren Konto gehen. Täglich werden neue Details bekannt. Als Bürger dieses Landes sind wir fassungslos, wie so etwas überhapt möglich war.

Nachrichten, welche die Welt erschüttern. Dabei sollte sich doch ein jeder als Ziel setzen, die Demokratie zu stärken, immerhin gelingt es dieser, möglichst lange den Frieden in Europa zu sichern. Aber nein, manche Menschen haben verbohrte Ansichten und meinen, diese, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, durchsetzen zu müssen. Eine „Revolution“ anzuzetteln, damit auch andere die angeblichen Ungerechtigkeiten sehen und eine Veränderung vornehmen.

Der Rechtsextremismus, damals in Deutschland hauptsächlich bekannt als Nationalsozialismus, wurde grundlegend durch das Naziregime und deren Anhänger geprägt. Rechtsextremisten befürworten das Führerprinzip und die ethnische Homogenität. Als Vorbild für dieses menschenverachtende Regime war der parallel entstandene Faschismus in Italien.

Zurück zur Zwickauer Terrorzelle, vor kurzem wurde berichtet, dass es der GSG 9 gelungen sei, einen weiteren Befürworter und intrigierten Unterstützer des braunen Netzwerkes zu stellen. Welches Ende wird das noch nehmen? Neben dies befassen sich verschiedene Organisationen jetzt noch mit der regionalen und bundesweiten Vernetzung der braunen Fraktionen. Dabei wurde erfasst, dass in Thüringen und Sachsen Militante dieser Szene eng zusammen wirkten. Die Konflikte in diesen Bundesländern reichen soweit, dass türkische Besitzer eines Döner-Restaurants Angst bekamen. Sie wurden bedroht und verhöhnt.

Muss es solch unwürdige Vorgehensweisen auf  Menschen noch geben, in Zeiten, wo wir alle genügend Zeit und Raum zum denken und leben haben?

Woher kommt der Rassismus?

Rasse ist ein biologischer Begriff zur Untergliederung einer Spezis oder Gattung bei den Tieren. Sie lassen sich in verschiedenen Arten unterscheiden, die vererbliche Merkmale aufweisen.

Die Rassentheorien teilen z.B. die Menschen in verschiedenen Gruppen ein, denen bestimmte vererbliche Merkmale zugeschrieben werden. Früher stützte sich die Rasseneinteilung auf Sprachgruppen (z.B. germanische, slawische Rasse), heute werden eher geographische oder äußerliche Gesichtspunkte der Einteilung in Rassen zugrunde gelegt (z.B. nordische, alpine Rasse, gelbe oder schwarze Rasse).

Aus diesen Theorien entwickelte sich der Rassismus.

Früher

Früher gab es den Begriff Rassismus nicht. Dennoch wurden auch im Mittelalter Unterschiede gemacht, die sich im Äußeren wiederspiegeln.  Das heißt, es wurde auf Menschen geachtet, die nicht aus derselben Stadt oder demselben Land kamen. Sie wurden misstrauisch betrachtet. Sie wurden gar verstoßen. Gerade wenn sie anders aussahen, d.h. zum Beispiel durch Erkrankungen oder Vererbung (z.B. rote Haare) sich von den anderen abhoben. Die Herkunft war damals für die Menschen sehr wichtig. Sie war ein Zeichen von Reinheit. Das diese so genannte Reinheit durch Umwelteinflüsse veränderbar und damit unhaltbar war, kam für Rassentheoretiker nicht in Frage. Menschen anderer Rassen wurden als minderwertig betrachtet oder gar als Sklaven bereits im alten Rom gehalten. Auch hier wurden Unterschiede gemacht, so wurden „gleichartige Sklaven“ im Haushalt, zur Kinderbetreuung und Bildung verwendet, während z.B. schwarze Afrikaner oder Nordafrikaner, die kräftig gewachsen waren, zu körperlich anstrengenden Arbeiten herangezogen wurden. Auf diese Art wurden andere Völker unterjocht und Macht ausgeübt.

Heute

Ab dem 20. Jahrhundert entstand der heutige Rassismus, der (politische, soziale) Rassismus nimmt diese äußerlichen Merkmale auf, überhöht sie in Bezug auf die eigene Rasse und wertet sie in Bezug auf andere Rassen ab. Dabei spielt die Religion, Kultur und Weltanschauung eine wichtige Rolle. Meist treten diese Unterschiede schon äußerlich in Form von Kleidung auf.

Die Abwertung einer anderen „Rasse“ fördert das Überlegenheitsgefühl und erzeugt Vorurteile, Ablehnung und Feindseligkeit gegenüber anderen Rassen. Alle Formen des Rassismus übersehen (bzw. leugnen), dass

  1. die Spezies Mensch zwar über bestimmte erblich erworbene Anlagen verfügt, die aber immer in der (politischen, sozialen, ökonomischen) Umwelt geformt werden und
  2. die Unterschiede innerhalb einer Rasse größer sind, als die Unterschiede zwischen den Rassen.

Der heutige Rassismus kann in zwei weitere Gruppen unterteilt werden:

  • der eigentliche Rassismus und der
  • Alltagsrassismus

Der Alltagsrassismus ist eher als Witz gedachter Rassismus, der jemanden zu demütigen versucht, weniger um ihn rassistisch zu beleidigen.

Der eigentliche Rassismus ist, wenn einzelne Gruppierungen oder gar ein Land Menschen wegen ihrer angeblichen rassischen Minderwertigkeit wirtschaftlich, gesellschaftlich und rechtlich benachteiligen z.B. diskriminieren, verprügeln oder gar bestehlen.

 
Hier ein schöner Link aus der Schweiz von „humanrights“:
Was heißt (Kultur-)Rassismus?
http://www.humanrights.ch/upload/pdf/061123_arbeitsblatt_rassismus.pdf